Alphonse Mouzon an Krebs gestorben  
Dienstag, 03. Januar 2017

   

Der US-Amerikanische Schlagzeuger, Komponist und Produzent Alphonse Mouzon ist tot. Er war am 25. Dezember 2016 im Alter von 68 Jahren nach einem längeren Klinikaufenthalt an einem seltenen Krebsleiden gestorben.

Alphonse Mouzon war hauptsächlich als Jazz- und Fusion-Drummer bekannt. Doch auch als Besitzer des Plattenlabels Tenacious Records konnte sich der in Charleston, South Carolina geborene Drummer mit afrikanischen, französischen und indianischen Wurzeln einen Namen machen.

Nach seiner musikalischen Ausbildung am City College in New York und einigen Engagements in Broadway-Musicals, spielte er mit einigen Pianisten, wie etwa mit McCoy Tyner und auch eine kurze Zeit bei der Jazz-Fusion-Band Weather Report. Ab 1972 trat er dann auch als Solo-Künstler in Erscheinung.

Im Lauf seiner Karriere spielte Mouzon mit weiteren Größen des Jazz wie etwa Larry Coryell, Miles Davis, Herbie Hancock, Al Di Meola sowie auch mit Rock-Musikern wie Eric Clapton, Jeff Beck, Carlos Santana und Rbert Plant von Led Zeppelin. Und auch auf die Leinwand schaffte es Mouzon. 1996 spielte er eine kleine Rolle in der Musicalkomödie ”That Thing You Do”, bei dem Schauspieler Tom Hanks Regie geführt hatte.

Als Bandleader der Disco-Combo Poussez konnte Mouzon in den späten 70er und frühen 80er Jahren einige Hits verbuchen, wie zum Beispiel „Come On and Do It“ und „Boogie With Me”. Außerdem fand die wachsende Hip-Hop-Szene der 80er Jahre Gefallen an den Grooves des extrem vielseitigen Drummers. Die Beastie-Boys bedienten sich zum Beispiel mal so an einem Drumfill aus dem Titelstück seines zweiten Solo-Albums „Funky Snakefoot” und verwendeten es auf ihrem Hit „Shake Your Rump” von 1989.

Deine Grooves werden uns fehlen. Ruhe in Frieden, Alphonse.

www.tenaciousrecords.com

 

Foto: dontworry

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