Die Mutter aller 9er-Beats„Hinken mit System“ war das Motto der ersten Workshopfolge von Shakir Ertek – und jetzt, in der letzten Folge, schließt er den Kreis: mit dem Namensgeber der türkischen Rhythmen schlechthin, dem Aksak-Rhythmus, einem 9er-Beat. „Aksak“ bedeutet „hinken”.

mit Shakir Ertek
Manche nennen diesen 9er-Rhythmus die „Königin der türkischen Rhythmen“. Es gibt vier rhythmische Aufteilungen, die in fast allen türkischen Musikrichtungen – Klassik, Folklore, Gipsy (Roman), Bauchtanz, Militärmusik oder religiöser Musik – zu hören sind . In Beispiel 1 findet ihr diese populärsten Formen der 9er-Rhythmen in 9/4- und 9/8-Schreibweise. In Beispiel 2 ist der Grundrhythmus dargestellt. 2A und 2B sind zwei Formen, die – bis auf die 3er-Gruppe – identisch sind. Dieser kleine Unterschied hat in der türkischen Rhythmik sogar einen Namen: „Evfer“ (Bsp. 2B). Beispiel 2C variiert diese beiden Grundrhythmen – so kann daraus ein Frage-Antwortspiel entstehen. Spielt die hohen Töne auf der Snaredrum (ohne Teppich) und die tiefen Töne auf dem Standtom. Das gibt dem Groove eine perkussive Note. In Beispiel 3 und 4 (ab hier alle Beispiele im Internet unter „Downloads“ auf www.drumheads.de) werden die gleichen Grundrhythmen um Bassdrum, (getretene) Hi-Hat und Tomtom erweitert.
Mischen possible
Wenn ihr euch in den einzelnen Takten sicher fühlt, könnt ihr Variation A und B wie in C abwechselnd hintereinander als Frage und Antwort spielen. Beispiel 5 beinhaltet rockige Achtel-Ridepatterns. Wenn ihr die Takte einzeln geübt habt, könnt ihr sie miteinander kombinieren oder anfangen, die Bausteine (2er- und 3er-Figuren) zu mischen.
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Die vollständige Workshop-Folge mit Noten und Klangbeispielen findet ihr in der Ausgabe 2/12 von DrumHeads!!
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