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Avantone Pro The Kick Test - Donnerschlag im Trommelgewitter

Eine Zeit lang schien der Markt der Subkick-Mikrofone leergefegt und nicht wenige griffen auf die Marke „Eigenbau“ zurück. Mit „The Kick“ liefert Avantone nun eine neue Alternative im klassischen Gewandt und mit eindeutigem Vorbild.

Bassdrum-Mikrofone gibt es mittlerweile zuhauf und in allen möglichen Varianten. Jede Bauform hat ihre Besonderheiten und Vor- und Nachteile. Subkick-Mikrofone sind dafür konzipiert, gerade die besonders tiefen Frequenzen betont wiederzugeben. 

Avantone Pro The Kick Front, rechts ohne Meshfell.
Avantone Pro The Kick Front, rechts ohne Meshfell.

In gewissem Sinne sind sie mit objektiven Maßstäben betrachtet eine soundtechnische Katastrophe. Ihre Bauform lässt die Responsivität in hohen Frequenzen schnell abfallen und auch die Richtcharakteristik verengt sich dramatisch. Doch dieser „Mangel“ ist in ihrem äußerst speziellen Anwendungsgebiet begründet. Subkick-Mikrofone werden vor allem bei der Mikrofonierung von Bassdrums verwendet, können aber selbstverständlich auch überall dort zum Einsatz kommen, wo eine betonte Tiefbasswiedergabe verlangt wird. Im Prinzip sind sie ein „falschherum“ verdrahteter Lautsprecher, dessen Papierkonus dadurch zur Mikrofonmembran wird. Diese Technik ist übrigens schon auf dem Beatles-Song „Paperback Writer“ von 1966 zu hören. An sich also nichts Neues.

Erster Eindruck
The Kick kommt wirklich solide verpackt. Stabil fixiert und vor Stößen geschützt, sitzt das Mikrofon inmitten von passgenauen Kunststoffelementen, sodass auch eine eventuell rabiate Vorgehensweise des Lieferanten keine Schäden am Produkt hinterlassen dürfte. Optisch macht das Mikrofon auch einiges her. Es sieht aus wie eine kleine Trommel, und gewissermaßen ist es das auch. Die Fassung ist ein Schichtholzkessel aus Fichte mit den Maßen 10x5,5 Zoll. Die Innenseite ist schwarz lackiert, schwarze PVC-Holzimitat-Folie im Esche-Look ziert die Außenseite. Die Spannreifen sind mattschwarz, wohingegen die Böckchen verchromt sind. „Schlag“- und „Resofell“ sind schwarze Meshfelle, wobei die der abzunehmenden Schallquelle abgewandte Seite mit dem Avantone-Logo bedruckt ist. Mit im Lieferumfang enthalten ist ein doppelstrebiger Snaredrum-Ständer ohne eigentliche Snare-Halterung, auf den das Mikrofon direkt aufgesteckt werden kann. Die Qualität ist solide, wenn auch nicht unbedingt High-End.

Avantone Pro The Kick Rückseite mit Logo.
Avantone Pro The Kick Rückseite mit Logo.

Features
Das Mikrofon ist eindeutig dem Yamaha Subkick nachempfunden. Das gilt nicht nur für die Optik. Auch der verwendete Lautsprecher Avantone Pro AV-10 MLF ist dem weißen Original nachempfunden. Der Bauart entsprechend hat The Kick eine Achter-Richtcharakteristik und einen Übertragungsbereich von 50 Hz bis 2 kHz. Die Ausgangsimpedanz beträgt lediglich 6,3 Ohm, was für einige Setups problematisch werden könnte.

Klang
Was sofort auffällt, ist, dass das Mikrofon, höchst wahrscheinlich der schieren Masse seiner 18-cm-Membran geschuldet im Sustain recht straff ausfällt. Dies macht das Signal angenehm „trocken“ und ergibt für die Postproduktion eine Vielfalt an nachträglichen Beeinflussungsmöglichkeiten in die eine oder andere Richtung. Auch kann man nur sagen, dass der gelieferte Subbass einfach fett klingt. Zusammen mit einem Grenzflächenmikrofon ergibt sich auch ohne großes Bemühen des EQ ein Bassdrumsound wie aus den teuersten Sample-Paketen.

Fazit
Das Avantone The Kick ist eine rundum gelungene Erweiterung für jedes Studio, das moderne Bassdrumsounds mit stabilem Fundament produzieren möchte. Das Signal bietet straffe Tiefbässe die den Mix nicht zukleistern, sondern schlicht mehr „Wumms“ hinter die Kick bringen. Das Design ist auch optisch gelungen und kann sich auf jeder Bühne sehen lassen.

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