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Tests Drums & Drum-Equipment

Pearl Session Studio Select: Klassiker im neuen Gewand

Die Session-Studio-Serie von Pearl bildet seit Jahrzehnten die den Übergang zwischen der Mittelklasse und der Masters-Serie. Mit zwei neuen, matten Farbvarianten bietet die Serie nun auch farblich mehr Optionen.

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Neben dem neuen Emerald-Ash-Finish, in dem unser Testset gehalten ist, steht auch noch eine dunkelrote Variante mit dem Namen Scarlet Ash zur Auswahl. Damit wurde die bisher überschaubare Farbpalette auf nun insgesamt sechs Varianten erweitert. Neben den beiden neuen Farben, gibt es das Session Studio Select auch in zwei Hochglanz- und zwei Folien-Finishes. 

Zusätzlich zu den Farboptionen haben Drummer die Wahl aus vier Kesselkonfigurationen, die neben klassischen Größen auch mit kleinen 18 Zoll bis hin zu 24 Zoll großen Bassdrums ausgestattet sind.

Die smaragdgrüne Lackierung macht schon einiges her und bekommt durch die dunklen Maserungslinien ein einzigartiges Erscheinungsbild. Zusammen mit der in Chrom gehaltenen Hardware entsteht eine stimmige Optik, die klassische und moderne Optik wunderbar kombiniert. Schade, dass die inneren Seiten des Bassdrumspannreifens nicht mitlackiert sind, das hätte das Gesamtbild bestimmt besser abgerundet, da die helle Farbe des Holzes nicht so ganz mit dem matten grün harmonieren will.

Allerdings muss man bedenken, dass wir nicht die Oberklasse, wo dies zum Standard gehören würde, vor uns haben. Erst ab der Masters-Reserve-Serie bekommt der Drummer ein Set mit Lackierung bis in die Innenseiten der Spannreifen.

Oberklasse lässt grüßen

Von der Oberklasse hat sich das Session Studio Select dennoch einiges abgeschaut. Auch wenn hier natürlich nicht die exakt gleichen Beschlagteile zur Verwendung gekommen sind, kann man sagen, dass hier der professionelle Anspruch durchkommt. Das merkt man an den sta bilen Bassdrumbeinen mit ergonomischen Flügelschrauben, die in optimaler Position einrasten, an dem freischwingenden Opti-Mount Tomhaltesystem und an den weichlaufenden Spannschrauben, die ein sehr präzises Stimmen möglich machen.

Die Verarbeitung der Kessel ist rundum auf Oberklasse-Niveau. Die sechslagige Kesselkonstruktion ist besteht aus Birke (außen) und Mahagoni (innen) und hat eine Stärke von 5,4 Millimeter. Die Kessel sind dabei in einem Winkel von 60 Grad abgeschliffen, was für mehr Fokus und tiefe Frequenzen sogen soll.

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Wir brauchen Bass

Bei der 16x16 Zoll großen Floortom geht dieses Konzept allemal auf. Mit wuchtigem Ton und massigen Bassanteilen lässt die Trommel die Wände zittern. Das aufgezogene Remo Pinstripe UT Fell lässt dabei aber stets einen deutlichen Attack zu, wenn man mit der Stimmung ein wenig herumexperimentiert. Das Floortom hat dabei ein gute Resonanz und klingt in allen Lebenslagen satt und mächtig.

Ähnlich muskulös kommen die beiden Toms daher, die mit bellendem, kraftvollem Ton kräftig nach vorne schieben. Auch die tiefen Frequenzen sind hier deutlich rauszuhören und auch das Ansprechverhalten ist schnell und präzise. Wie auch beim Floortom machen auch bei den beiden Toms die aufgezogenen Pinstripe UT Felle eine gute Figur und passen gut zur Charakteristik der Kessel. So könnte es gerne weitergehen. Die Bassdrum kann aber leider mit den wuchtigen, warmen Tönen der Toms nicht ganz mithalten. Hier will der Funke nicht überspringen. Der Trommel fehlt es an tiefem Bass und auch der Attack fällt eher schwammig aus. Sie müht sich mitunter mit den Toms zu harmonieren, da es an Durchsetzungskraft und Power fehlt. Ersetzt man das mitgelieferte Bassdrumkissen, was aufgrund der kleine Größe nur am Schlagfell anliegt, mit einer Decke oder einem größerem Kissen stellt sich Besserung ein, wenn auch nicht komplett. Der Klang wird aber etwas direkter und dynamischer.

Das Session Studio Select gibt es schon seit einigen Jahrzehnten und war stets der Geheimtipp für Drummer, die aus dem Einstiegssegment rausgewachsen sind, der Sprung zum allseits bekannten Masters Custom – oder wie es heute heißt Masters Complete und Reserve noch zu groß ist.Auch wenn der allgemeine Preisanstieg das Session Studio nicht mehr wirklich zu einem Schnäppchen macht, ist der preis-liche Abstand zur Masters-Serie durchaus vorhanden, sodass das Set nach wie vor seine Berechtigung im Pearl-Portfolio hat.

Ein paar kleine Abstriche muss man bei der Bassdrum zwar machen, aber dennoch überzeugt das Set in der neusten Variante mit toller Verarbeitung, professioneller Hardware und einem warmen, rockigem Klang.

› Jannis Borgmann

 

Kompakt

Pearl Session Studio Select Emerald Ash

Kesselsatz        22x16“, 10x7“,12x9“, 16x16“

Herkunft          Japan

Material          Mahagoni, Birke

Kesselstärke            5,4 mm, 6-lagig

Kesselgratung           60 Grad

Hardware        Opti-Mount, Superhoop II, RL Lugs

Finish              Emerald Ash

Vertrieb           Pearl Europe

Kontakt           Pearldrum.com

Preis (UVP)      1.849.- Euro

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