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Yamaha DTX6K3 – Näher dran am Original

Mit der DTX6-Serie meldete sich Yamaha kürzlich mit komplett neuen E-Drumsets zurück. Das neu entwickelte DTX-Pro-Modul soll neben neuen Funktionen auch realistischere Drumsounds bieten.

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Die neue DTX6-Serie ist in drei unterschiedlichen Ausstattungs- und Preisklassen erhältlich, wobei allesamt mit dem DTX-Pro-Modul und dem DR-6 Drumrack ausgestattet sind. Das kleinste im Bunde ist das DTXK-X, das mit Gummipads bei den Toms und mit einem Hi-Hat-Control-Pedal ohne Stativ auskommt. Der größer Bruder mit dem Namen DTXK-2 bietet neben einer echten Hi-Hat auch ein drittes Beckenpad. Zum Test stand uns das Flaggschiff der Serie zur Verfügung, das komplett mit Silikonpads daherkommt und entsprechend auch das teuerste im Bunde ist.


Schnelle Montage

Das DR-6 Rack ist bereits vormontiert und muss, nachdem es aus dem Karton und der Plastikfolie befreit ist, nur noch ausgeklappt werden. Die Halter für die Tompads sind bereits am Rack angebracht, Beckenhalter und Halterung für die Snare lassen sich in die angebrachten Klammern einschieben. Das Rack steht auf Anhieb stabil und lässt auch individuelle Veränderungen zu, um die Pads auf die passende Position zu bringen. Das Modul findet im Falle des DTX6 auf der rechten Seite Platz, was als äußerst angenehm anzumerken ist, da man bei Einstellungen am Modul nicht ständig den rechten Arm nach links ausstrecken muss. Diese Lösung ist zumindest für Rechtshänder sehr ergonomisch.

Die Silikonpads sind beim ersten Anspielen recht leise, was den Betrieb im Wohnzimmer möglich machen sollte. Gleiches gilt für Bassdrum- und Beckenpads. Das Snarepad mit lediglich 8 Zoll Durchmesser hätte gerne eine Spur größer ausfallen können, denn hier muss man schon genau aufpassen, dass man nicht ungewollt den Rand trifft. Das Bassdrumpad, das ebenfalls komplett neu für die DTX-6 Serie konstruiert wurde, steht, wie auch das Rack, dank zusätzlichen Dornen und Klett sicher am Boden. Die Spielfläche ist ausreichend groß und bietet auch für Doppelpedale genügend Platz. Die Oberfläche hat ein angenehm weiches Material, das sich leicht mit dem Daumen eindrücken lässt. Zwar ist es schön, dass die Zeiten von knallharten Bassdrumpads vorbei zu sein scheinen, allerdings gibt das Material fast schon zu sehr nach, sodass schnellere Doppelschläge auch gerne mal untergehen. Hervorzuheben ist hingegen, dass zum Lieferumfang eine HS650A Hi-Hat-Maschine gehört, die ihre Arbeit stets solide erledigt und für ein realistisches Spielgefühl sorgt.

Sind sämtliche Pads mit dem Modul verbunden, was dank Kabelbaum und beschrifteten Kabeln schnell vonstatten geht, kann ein erster Soundtest gestartet werden: mit eingeschaltetem Modul kommen direkt die ersten elektronischen Klänge auf die Kopfhörer oder die Monitorbox, die man jeweils mit großer Klinke anschließen kann.


Große Auswahl an Klängen

Die Auswahl an dreißig vorkonfigurierten Drumsets und über 400 Klängen ist dabei recht vielseitig. Auch bietet das Modul 37 eingespeicherte Songs, zu denen mit Me-tronom getrommelt werden kann. Zusätzlich bietet das DTX-Pro-Modul Trainings-Funktionen, um das Timing und die Genauigkeit zu trainieren. Mit dem integrierten Recorder lässt sich zudem das eigene Spiel direkt aufnehmen. Mit der kostenlos verfügbaren Rec’n’Share App lassen sich die angefertigten Aufnahmen direkt auf diversen Plattformen hochladen, wenn man das gespielte mit der digitalen Öffentlichkeit teilen möchte. Die App kann auch Video aufnehmen und teilen. Aufgenommen wird dabei per USB, wenn der Stick über ausreichend Speicher verfügt, können eigene Aufnahmen auch bis zu 90 Minuten lang sein. Der interne Speicher bietet dabei platz für bis zu 1000 Samples. Zusätzlich ist jedem Modul ein Gutschein für Steinberg Cubase AI beigelegt, mit dem Eingetrommeltes und Songs bearbeitet und gemischt werden können. Mit dem DTX6 Modul gehört zudem das Zwischenschalten eines Audio-Interfaces der Vergangenheit an, den diese Aufgabe übernimmt das Modul bereits selbst.

Die Einstellung am Modul geht intuitiv von der Hand. Besonders schön fassen sich die Regler für Ambience, Compressor und Effekte an, auf die man damit direkten Zugriff hat und die mit aufblendenden LEDs den Reglern des EAD10 nachempfunden sind.

Klanglich ist anzumerken, dass Yamaha einiges an Aufwand in die Aufnahme originaler Drumsounds gesteckt hat. Ingesamt klingt es nun realistischer, besonders durch die stufenlos regelbaren Raumklänge, die ganze nochmals positiv unterstützen.

Die Triggereigenschaften der Pads sind zufriedenstellend, so tragen die abstopbaren Becken mit drei Zonen und das Snare​-Pad mit Rimshot- und Rimclick-Option zum realistischen Spielerlebnis bei.
Allerdings, und das muss angemerkt sein, ist der geneigte E-Drummer aufgrund des direkten Mitbewerbers TD-17KVX aus dem Hause Roland in Sachen Sound und Spielgefühl bereits ziemlich verwöhnt. Yamaha hat nun mit einer Reihe von positiven Eigenschaften nachgelegt, was auch mehr als vonnöten ist, um in diesem umkämpften Segment wieder der Anschluss zu finden. Das Set is definitiv eine gute Option.

› Jannis Borgmann

de.yamaha.com

Tags: Drumset, E-Drums

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