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Workshop Shuffle Grooves

In diesem Workshop von Michael Fromm geht es um Shuffle Grooves in Achteltriolen aus verschiedenen Stilrichtungen.

Ikonen des Jazz-Drummings: Art Blakey (Mitte) zusammen mit Max Roach (links) und Elvin Jones (rechts). © Getty Images
Ikonen des Jazz-Drummings: Art Blakey (Mitte) zusammen mit Max Roach (links) und Elvin Jones (rechts). © Getty Images

Shuffle Grooves sind Bestandteil verschiedenster Stilrichtungen. In diesem Workshop behandeln wir Shuffle Grooves auf Achteltriolenebene aus den Stilrichtungen Blues, Jazz und Rock.

 

Blues Shuffle

Der Blues wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten populär. In den 50er Jahren entwickelte er sich durch den Einsatz von elektrischen Gitarren und Verstärkern weiter, unter anderem durch schwarze Musiker wie Muddy Waters, John Lee Hooker, und andere.
Später kamen moderne Blues- und Bluesrockbands mit einer typischen Besetzung von Gesang, Gitarren, Bass, Schlagzeug, Keyboard und Bläsern auf, wie zum Beispiel bei B.B. King, Steve Ray Vaughn, Gary Moore, et cetera.

In Beispiel 1 und 2 seht und hört ihr zwei typische Varianten eines Blues Shuffles (auch Texas Shuffle genannt). In Beispiel 1 wird die Hi-Hat geshuffelt und die linke Hand spielt den Backbeat. Es gibt außerdem ein paar Ghostnotes, und zwar auf der jeweils zweiten Triole der Zählzeiten „1“ und „3“ und der dritten Triole der Zählzeiten „2“ und „4“. Dadurch entsteht ein schönes, treibendes Feeling. Achtet drauf, dass die Ghostnotes deutlich leiser gespielt werden, als der Backbeat. In Beispiel 2 wird der Shuffle von der linken Hand gespielt und die rechte Hand spielt Viertelnoten auf dem Ridebecken. In beiden Beispielen spielt die Bassdrum Viertelnoten. Übt diese Shuffle Grooves zunächst in einem langsamen Tempo (80bpm) und steigert es dann Schritt für Schritt. Hört euch außerdem Bluesdrummer wie Kenny Smith an, um das Feeling zu verinnerlichen.

Workshop Shuffle Grooves - Notenbeispiele

 

Jazz Shuffle

Jazz wurde stark durch den Blues beeinflusst. In dem Pattern, welches im Jazz häufig eingesetzt wird, ist das Ridebecken das tragende Instrument. Hier werden abwechselnd eine Viertelnote und zwei geshuffelte Achtelnoten gespielt. Dazu wird die getretene Hi-Hat auf den Zählzeiten „2“ und „4“ gespielt. Snare und Bassdrum werden dann für sogenanntes „Comping“ (perkussives Begleiten) eingesetzt. Um die dafür notwendige Koordination zu trainieren, versucht zunächst, zusätzlich zum Jazz-Pattern, Viertelnoten auf der Bassdrum und dann auf der Snare zu spielen (Beispiel 3).

Spielt anschließend nach demselben Prinzip die ternären Achtel-Offbeats (diese entsprechen der dritten Achteltriole) zusammen mit dem Jazzpattern. Wieder erst auf der Bassdrum, dann auf der Snare (Beispiel 4). Sobald diese Bausteine gut sitzen, könnt ihr Comping wunderbar mit beliebigen Notenlesetexten (zum Beispiel Ted Reed, Agostini, oder andere) trainieren. Das macht ihr, indem ihr zum Beispiel alle Viertelnoten eines Lesetextes mit der Bassdrum und alle Achtelnoten mit der Snare übersetzt und dazu wieder das Jazzpattern aus Ridebecken und Hi-Hat spielt. Auf diese Weise klingt jede Leseübung gleich viel mehr nach Musik. Das Ridebecken ist das Hauptinstrument im Jazz, dementsprechend spielt die Compingschläge mit Bassdrum und Snaredrum relativ leise. In Beispiel 4b des Workshops ist eine kurze Comping Improvisation zu hören. Anspieltipps für ein gutes Jazz-Feel sind Drummer, wie Louie Bellson, Art Blakey, Max Roach, und viele andere.

 

Rock Shuffle

Autor Michael Fromm spielte unter anderem schon mit Peter Maffay und Kim Sanders. © Samira Neitzke
Autor Michael Fromm spielte unter anderem schon mit Peter Maffay und Kim Sanders. © Samira Neitzke

Auch Rockmusik hat seine Wurzeln in der Bluesmusik. Klassische Rockgrooves bewegen sich in geraden (binären) Achtelnoten aber es kommen auch jede Menge Achtelshuffle Grooves in der Rockmusik vor, wie zum Beispiel in dem Song „Hot Love“ von T. Rex, oder in „Doctor, Doctor“ von den britischen Hard-Rockern von UFO. Einen typischen Rock Shuffle findet ihr in Beispiel 5 dieses Workshops. Die Hi-Hat wird in Achteln geshuffelt, die Snare spielt den Backbeat und die Bassdrum wird auf den Zählzeiten „1“, „1+“ und „3+“ gespielt.
Um den passenden Rocksound zu erzeugen, öffnet die Hi-Hat ein wenig, spielt die Bassdrum mit ordentlich Druck und die Snare als Rimshot. Übt auch diesen Shuffel Groove zunächst sehr langsam und mit großen Bewegungen, bevor ihr das Tempo steigert. Großartige Rock Shuffles haben zum Beispiel Drummer wie Carmine Appice, Kenny Aronoff, und andere gespielt.

Tags: Workshop, Shuffle

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