Auf der Suche nach dem Heiligen Gral

 Die "richtige" Snare zu finden ist oft alles andere als leicht. Denn die Trommel ist das Herzstück jedes Drumsets. Sie gibt den Takt an, setzt Akzente, macht Stopps, Breaks, Fills. Ist mal brav im Hintergrund, um etwas zu untermalen, oder mal dominant im Vordergrund, um fette Backbeats abzufeuern.
Doch welche Snare ist die „Richtige“? Welches Material, welche Größe soll man nehmen, um den gewünschten Snare-Sound zu bekommen?

 

Zugegeben, es gibt Fragen, die einfacher zu beantworten sind als diese. Mit unserem Snare-Special wollen wir euch eine kleine Entscheidungshilfe geben. Dazu haben wir sieben Snares, in der Preisklasse von 250 bis 600 Euro auf den Prüfstand gestellt und diese, nicht auf Herz und Nieren, sondern auf Kessel, Felle und Hardware getestet.

Schauen wir uns für den Anfang die gängigsten Materialien an, die beim Snare-Bau zum Einsatz kommen.

Unter den Hölzern wird Ahorn und Birkenholz, sowie Buche am meisten hergenommen, um daraus Kessel zu fertigen. Bedingt durch die Dichte des Materials und die Beschaffenheit der Holzporen wirkt sich das Material auf den Klang aus und fördert somit gewisse Klangspektren.

Neben Hölzern werden auch Metalle beim Snare-Bau verwendet. Generell lässt sich sagen, dass Metall die Höhen hervorhebt und damit für mehr Projektion und Volumen sorgt.

Doch allein das verwendete Material entscheidet nicht über den Klang. Die Materialdicke sowie die Verarbeitung wirken sich ebenso auf den Sound aus. Es ist ein riesiger klanglicher Unterschied ob ein 1,5 Millimeter dicker Messingkessel gewalzt und verschweißt wurde oder ob ein 3 Millimeter dicker Messingkessel nahtlos gezogen wurde. So klingt auch ein gebogener Stahlkessel völlig anders als ein gegossener Stahlkessel.

Ebenso wie das Material wirkt sich die Gratung auf den Klang aus. Gerundete Gratungen fördern ein weitaus wärmeres und Basslastigeres Klangbild als eine spitze Gra

Gratung von 30 Grad. Auch der Teppich wirkt sich auf den Klang einer Snare aus. Auch hier bestimmt das verwendete Material den Klang. Snare-Teppiche werden im „Regelfall“ aus Stahl gefertigt. Snare-Teppiche aus Messing und Bronze kommen ebenfalls zum Einsatz wenn auch eher selten. Jedoch führt solche Teppiche fast jeder Hersteller im Sortiment. Um den Sound einer Snare zu verändern oder zu variieren empfiehlt es sich mit unterschiedlichen Teppichen zu experimentieren. Auch die Anzahl der Spiralen entscheidet über den Ton. Je mehr Snare-Saiten ein Teppich hat, desto mehr Resonanz bringt er mit sich, was wiederum einen breiteren Ton fördert.

Und als ob das nicht schon genug wäre, wirken sich die Felle maßgeblich auf den Klang aus.

An dieser Stelle nun sämtliche Felle und Felltypen zu besprechen würde den Rahmen sprengen. Nur so viel sei gesagt...


Den Kompletten Bericht findet ihr in der aktuellen Drumheads!!-Ausgabe 6/18