Spezial: Interview Baraban Drums

Juliana Saib hat die Leinwand gegen Trommelfelle eingetauscht und bemalt diese mit Porträts verschiedenster Musiker. Daraus entstand ihre Marke Baraban Drums, über die wir uns mit der jungen Künstlerin unterhalten haben.

Juliana, du spielst selbst nicht Schlagzeug. Wie bist du trotzdem auf die Idee gekommen, ausgerechnet Trommelfelle zu bemalen?
Juliana Saib: Das kam alles zufällig. Ich spiele selbst Klavier. Der Schlagzeuger meiner ehemaligen Schul-Bigband hat mich gefragt, ob ich für seine eigene Band sein Bassdrum-Head bemalen kann. Zusätzlich hat er mir alte Snare- und Tomfelle gegeben, damit ich herumprobieren konnte. Dabei habe ich gemerkt, dass es interessant ist, auf dieser Oberfläche zu malen. Letztendlich war es eine gute Verknüpfung von Malerei und Musik.

Was steckt eigentlich hinter dem Begriff „Baraban Drums“?
Juliana Saib: Ich habe relativ lange überlegt, wie ich diese Marke nennen könnte. Ich habe russische Wurzeln, und „Schlagzeug“ bedeutet auf Russisch „Baraban“. Wenn man das in lateinischen Buchstaben schreibt und englisch ausspricht, klingt es ziemlich cool.

 
 

Wie wählst du deine Motive aus?
Juliana Saib: Musik ist die Hauptinspiration und der Grund, weshalb es Baraban Drums gibt. Ich bin sehr großer Jazz-Fan und mache selbst sehr gerne Musik. Die Künstler im Jazz und ihre Biographien faszinieren mich. Deshalb suche ich nach Fotos, die ihre Persönlichkeit widerspiegeln. Ich versuche, ihre Biographien zu malen. Ich werde oft darauf angesprochen, dass viele der Musiker auf meinen Bildern rauchen. Das liegt daran, dass gerade diese Bilder einen gewissen Charakter und eine Lockerheit ausstrahlen.

Bisher finden sich noch keine Bilder von Schlagzeugern auf deinen Fellen …
Juliana Saib: Einen speziellen Grund hat das eigentlich nicht.  Die meisten Schlagzeuger sitzen allerdings auf Bildern oft am Schlagzeug, was schwer zu malen ist. Ich habe allerdings vor, demnächst einige Schlagzeuger zu malen, zum Beispiel Art Blakey oder die Drummer von Snarky Puppy.

Den vollständigen und viele weitere spannende Artikel findet ihr in der DrumHeads!!-Ausgabe 5/17.

Mehr Infos zu Baraban Drums findet ihr auf der offiziellen Homepage.