Jazz-Legende Jimmy Cobb gestorben

Auf dem Meilenstein „Kind of Blue” von Miles Davis ist er zu hören und wurde dadurch weltberühmt. Am vergangenen Sonntag ist der Jazz-Musiker gestorben.

Im Alter von 91 Jahren ist Jimmy Cobb am Sonntag, den 24.05.2020 in New York verstorben, an den Folgen einer Krebserkrankung, wie seine Ehefrau Elena mitteilte. Im vergangenen Jahr war der Jazz-Musiker an Lungenkrebs erkrankt.

1929 in einfachen Verhältnissen in Washington geboren, lernte er später auf der High School in Boston das Schlagzeugspiel. Mit 18 Jahren konnte er sich sein erstes eigenes Kit leisten. Er bezahlte es mit seinem dürftigen Gehalt, das er als Kellner verdient hatte.

Anfang der 1950er Jahre spielte er bereits mit Jazz-Größen wie Earl Bostic, Dizzy Gillespie und Stan Getz. Vorläufiger Höhepunkt seiner Karriere sollte die Arbeit mit Trompeter Miles Davis Album „Kind of Blue” im Jahre 1959 werden, das er zusammen mit John Coltrane, Cannonball Adderley, Paul Chambers und Bill Evans in den CBS-Studios in New York einspielte. 1963 folgte noch „Sketches of Spain”, auch mit Miles Davis und weiteren Stars des Jazz sowie auch Sängerinnen wie Sarah Vaughan und Billie Holiday.

So talentiert Cobb auch am Kit war, so glücklos verlief seine Karriere, was die finanzielle Seite betraf. Cobb war gezwungen, bis in hohe Alter noch Konzerte zu spielen, da er kaum Rücklagen gebildet hatte. Mit Jimmy Cobb verliert die Drummerwelt einen außerordentlich musikalischen Jazzer, der durch viel Sensibiliät und Coolness glänzte.