Workshop: Paradiddle Deluxe, Teil 4

In den letzten Schlagzeugworkshops hat sich Tobias Mertens mit Hand-Fuß-Kombinationen (Fuß ersetzt Hand) für den Paradiddle und den Paradiddlediddle beschäftigt. Diesmal wird fröhlich weiterkombiniert.

Ein freundlicher Leser hat mich auf einen bislang fortlaufend gemachten Fehler aufmerksam gemacht. Das Sechser-Sticking RLRRLL wird als Paradiddlediddle und nicht Para-paradiddle (RLRLRR LRLRLL) bezeichnet. Danke und sorry!

Grundsätzliche Paradiddle-Pattern

Es gibt unzählige Stickings, Orchestrationen et cetera für Rudiments wie den Paradiddle und Paradiddlediddle; ein paar davon habe ich euch mit Fokus auf Hand-Fuß-Kombinationen schon vorgestellt. Bei den folgenden Kombinationen geht es – unabhängig vom Sticking – darum, Paradiddle (eine Gruppe von vier beziehungsweise acht Schlägen) und Paradiddlediddle (eine Gruppe von sechs Schlägen) aneinander zu hängen. Theoretisch eine einfache Rechnung:
4 + 6 = 10
8 + 8 = 14
4 + 6 + 6 = 16
et cetera

 
 

Dabei entstehen logischerweise längere Stickings, die teilweise zu ungeraden Takten führen (ein Zehner-Sticking als Sechzehntel interpretiert ergibt einen 5/4-Takt). Natürlich sind Stickings unabhängig von Notenwerten, so dass man beispielsweise auch ein Zehner-Sticking in Triolen, Quintolen, Septolen et cetera spielen kann.
In diesem Workshop greifen wir einige Sticking-Kombinationen auf, die ich schon vorgestellt habe, und gehen damit weiter in die Tiefe. Die grundsätzlichen Stickings bleiben in dieser Workshopreihe aber weiterhin der Paradiddle und der Paradiddlediddle.

Videos zum Workshop

In den zum Workshop gehörenden Videos führt euch Tobias die verschiedenen Paradiddle-Übungen am Schlagzeug sowohl für Linkshänder als auch für Rechtshänder vor. 

Paradiddle-Übung 1

Übung 1 greift ein 14er-Sticking (4 + 4 + 6) auf. Es ist eine hervorragende Übung für das Trainieren des 7/8-Takts und das Trainieren der Handtechnik. Entweder übt ihr jeden Übungsteil separat oder alle Übungsteile hintereinander ohne Pause.
Übung 1d und 1e stellen eine größere Herausforderung dar, weil sie den Bassdrumfuß einbeziehen. Eine weitere gute Methode besteht darin, einen Takt Groove und einen Takt Fill zu spielen – das Fill ist in diesem Fall 1a/b/c/d oder e.

Den vollständigen und viele weitere spannende Artikel findet ihr in der DrumHeads!!-Ausgabe 6/17.