Test: Alesis DM10MKII Pro Kit

Für ambitionierte Drummer im Mehrfamilienhaus oder ohne eigenen Proberaum ist ein E-Drum oftmals die einzige Möglichkeit, überhaupt Schlagzeug zu spielen. Alesis hat ein neues Set für den Einsteiger- und Mittelklassesektor konstruiert.

Nach dem unkomplizierten Aufbau stellt sich unweigerlich ein wahrer Wow-Effekt ein: ein massives Chrom-Rack, das Platz bietet für die je zwei 10''- und 12''-Tompads, die mit einlagigen schwarzen Gewebefellen und Zweizonen­triggern ausgestattet sind, ein 16''-Dreizonen-Ride, zwei 14''-Zweizonen-Crashes mit ­Choke-Funktion und eine 12''-HiHat nebst Footcontroller. Für die 12''-Snare hat Alesis ­sogar einen separaten Snareständer spendiert. Last but not least gehört ein 8''-Bassdrumpad, ebenfalls mit Gewebefell, zum Set.
Konstruktion und Spielgefühl
Die Konstruktion wirkt insgesamt robust und macht einen bühnentauglichen Eindruck. Dank der großzügigen Dimensionierung stellt sich nicht jenes leicht beengte Gefühl ein, das E-Drums dieser Preisklasse oft durch kleine Pads und kompakte Racks erzeugen. Die Pads lassen sich allesamt gut spielen, die ­Gewebefelle sind jedoch auch bei maximaler Spannung recht weich. Neun Schaumstoff­polster übertragen die Triggersignale an gleich zwei Headsensoren, um ein gleichmäßiges Triggerverhalten ohne hot spots zu erreichen.
Doch die Kritik steckt im Detail: Die Drumpads verfügen über einen Sensitivity-Regler, der seitlich aus dem Pad herausragt. Möchte man das Fell sehr straff spannen, muss man aufpassen, ihn nicht abzuquetschen.
Das Bassdrumpad wurde mit zwei unterschiedlichen Fußmaschinen getestet. In ­beiden Fällen schlug der Schaft des Schlägels bei kräftigerer Spielweise am Spannreifen an. Die Beckenpads spielen sich aufgrund ihrer Größe und der nicht zu weichen Gummioberfläche gut; allerdings sitzen die Beckenhalter für Ride- und Crashbecken ein bisschen wacklig in den Klemmen.

 

Den vollständigen und viele weitere spannende Artikel findet ihr in der DrumHeads!!-Ausgabe 1/18.