Test Zildjian Rock Pack: Voll auf die Elf

Die richtigen Becken für den eigenen Sound und Stil zu finden ist ein wichtiger und spannender Prozess. Für alle Schlagzeuger, die noch nicht so recht wissen, wohin die Reise geht, sind vorkonfigurierte Beckensets wie das getestete Zildjian Rock Pack ein guter Anfang.

Zildjian hat mit dem „Gospel Pack“, dem „Worship Pack“, dem „Country Pack“ und dem „Rock Pack“ vier hochwertige Beckensets ins Rennen geschickt, wobei das „Rock Pack“ in dieser Viererrunde das obere Ende der dynamischen Bandbreite vertritt.
Beim Auspacken kommt nichts Geringeres als die traditionsreiche Zildjian-A-Serie zum Vorschein: Eine 14“ Mastersound-Hi-Hat, je ein 17“ und ein 19“ Medium Thin Crash, sowie ein 20“ Ping Ride, alle im Traditional Finish, also abgedreht, aber nicht poliert. Das einzige optische Manko der ansonsten erstklassig verarbeiteten Instrumente, das ins Auge fiel, war die etwas ungleichmäßig abgedrehte Kuppe des 17“ Crashs.

 
 

Die Anatomie der Crashes lässt bereits einige Vermutungen in Richtung Sound zu, noch bevor die Sticks zum Einsatz kommen: recht hohes Gewicht, große, deutlich ausgeprägte Kuppen sowie ein hohes Profil deuten auf einen hohen Grundton mit einer ordentlichen Portion Brillanz und Lautstärke hin.
Und tatsächlich, die Crashes halten einiges Potential bereit. Stilgerecht mit 5A- und 5B-Hickory-Sticks gespielt, klingen sie laut und obertonreich, dank ihrer Größe aber dennoch mit einem satten Grundton und reichlich Sustain. Für „durchgecrashte“ Achtel eignete sich das 19er Crash hervorragend. Bei allem Rauschen setzte sich jeder neue Anschlag klar ab. Das 17“-Becken klang im Vergleich dazu etwas weicher und neigte dazu, stärker aufzuschwimmen. Das Intervall der beiden Testbecken war klanglich gut abgestimmt; es lag ungefähr eine kleine Terz zwischen dem 17er und dem 19er Modell.

Den vollständigen und viele weitere spannende Artikel findet ihr in der DrumHeads!!-Ausgabe 6/17.