Disco, Disco

Die Big-Fat-Snare-Drum-Auflagen verleihen eurer Snare das gewisse Etwas: Mehr Punch, mehr Power – und das ohne große Umbauten und Bastelarbeiten. Wir haben verschiedene Varianten des Punch-Lieferanten für euch getestet.

 

Nicht zuletzt dank prominenter Drummer wie Benny Greb oder Amir „Questlove“ Thompson sind die Big Fat-Snare-Drum-Auflagen längst keine Unbekannten mehr. Ein altes Fell umgedreht auf die Snaredrum zu legen, um jenen „Disco-Platsch“-Sound zu erzeugen, den man von vielen Aufnahmen von den 1970ern bis heute kennt, ist insbesondere in Studiokreisen eine hinlänglich bekannte und preiswerte Methode. Big Fat Snare Drum bietet aber eine komfortable und alltagstaugliche Lösung, die leicht zu handhaben ist, sehr effektiv wirkt, lästige Bastelarbeit erspart und letztlich schick aussieht. Jede Auflage ist mit einer kleinen Aussparung, gegenüber des Logo-Aufdrucks versehen. So lässt sich diese schnell wieder von der Snare zu entfernen wenn es sein muss. Diese Aussparung hat auch den Vorteil, dass ein Trigger genügend Platz findet, um frei auf dem Fell aufzusitzen.

Trockener Sound garantiert

Legt man die Plastikfolien, die in etwa doppelt so dick wie ein gewöhnliches Trommelfell sind, auf die Snare, so erhält man auch bei knallig hoch gestimmten Trommeln im Handumdrehen einen tiefen, trockenen und punchigen Sound.

Ursprünglich waren die Modelle „Original“, „Steve‘s Donut“ und „Josh’s Snare-Bourine“ in 13 Zoll und 14 Zoll erhältlich. Mittlerweile wurde die Produktpalette erweitert, so dass das Original nun in den Größen 10, 12, 13, 14 und 16 Zoll erhältlich ist. Das Original bedeckt dabei das gesamte Snarefell und klingt auf der Snare angewendet satt und tief. Die „Donuts” in den Größen 12 und 14 Zoll weisen hingegen ein sechs Zoll großes Loch in der Mitte auf. Dadurch wird der Grundton der Trommel nicht ganz so drastisch abgesenkt. Es klingt jedoch fokussierter und lässt zusätzlich ein wenig mehr Rebound zu, und auch Ghostnotes werden feiner abbildet. Bestückt man die Toms mit den „Original”-Auflagen, verleiht das den Trommeln einen fast schon elektronischen Charakter.

Tamburin gefällig?

Die 13, 14 und 16 Zoll großen Originals sowie die 13 Zoll und 14 Zoll messenden Donut-Auflagen sind außerdem als „Snare-Bourine“ erhältlich, bei dem je vier Paar Schellen aufgenietet sind, die jedem Trommelschlag einen leicht trashigen Tamburin-Sound hinzufügen. Durch das zusätzliche Gewicht klingt die Trommel allerdings noch kürzer als bei den Pendants ohne Schellen.

Donut im XL-Format

Für all jene, denen ein normaler „O-Ring“ nicht ausreicht, Steve’s Donut aber wiederum zu beherzt ins Geschehen eingreifen würde, sind die in 13- und 14 Zoll erhältlichen XL-Donuts eine Alternative.

Einzig die 13 Zoll große Swiss Ride-Auflage konnte im Test nicht wirklich überzeugen. Laut Hersteller soll man damit Crashes oder Rides „trockenlegen“ können. Legt man die Auflage wie beschrieben auf ein Becken, so wird der Sound in der Tat kurz, verliert dabei aber leider an Brillianz und klingt auch sonst einfach nur dumpf und blechern. Wie so oft muss hier am Ende der Geschmack entscheiden. Die Auflagen sind eben keine dezenten Klangverbesserer oder Dämpfmittel wie Gelpads oder Gaffertape, sie greifen massiv in den Sound ein. Und genau deshalb macht es Spaß, mit den verschiedenen Big Fat Snare Drum-Auflagen zu experimentieren. Der einzige Wermutstropfen sind die Preise, die relativ hoch erscheinen.

 

Hersteller     Big Fat Snare Drum

Herkunft      USA

Vertrieb       Musik Wein

Kontakt        www.musikwein.de,
                   bigfatsnaredrum.com

 

Preis (UVP) BFSD12 The Original:                29,00 Euro

                   BFSD12 Steve’s Donut:              29,00 Euro

                   BFSD14 Steve’s Donut:             29,00 Euro
                   BFSD16 Josh’s Snare-Bourine:  42,00 Euro
                   BFSD13 Swiss Ride:                 29,00 Euro