Drum Festival Switzerland 2017

Geschwindigkeitsrekorde, voll beanspruchte Drum-Techs und Kopfkino von Saunabesuchen: Das Drum Festival Switzerland ging auch 2017 mit namhaften Artists und erinnerungswürdigen Momenten über die Bühne.

Das Drum Festival Switzerland lockte am 17.09. zahlreiche Drummer in die Schweizer Metropole Zürich. Veranstalter Roman Bochsler hatte mit dem zentral gelegenen „Kaufleuten" eine stilvolle Szenerie für das Festival gefunden und eine Reihe namhafter Schweizer und internationaler Schlagzeuger eingeladen. Auch verschiedene Drum-Hersteller waren erschienen und stellten ihre neuesten Produkte im großen Foyer aus. Neben international bekannten Firmen wie Roland, Paiste oder Pearl Drums waren auch die Instrumente kleinerer Schweizer Customshops wie Solid Drums zu bewundern.

Clinics namhafter Schlagzeuger

Den Anfang in Sachen Clinics machte der Schweizer Massimo Buonanno, der sich bereits international einen Namen machen konnte und momentan mit den deutschen Pop-Sängern Gregor Meyle sowie Seven Konzerte und Tourneen bestreitet. Ihm folgten die Shows des Good-Tiger-Drummers Alex Rudinger aus den USA und des britischen Percussionisten Pete Lockett, der unter anderem auf den Soundtracks verschiedener James-Bond-Streifen zu hören ist.

 
 

Mit einem Pauken- beziehungsweise Gong-Schlag eröffnete Brian Tichy, Drummer der USA-Rocker The Dead Daisies, seine Show. Sowohl mit Drumsticks als auch mit den bloßen Händen brachte er seine Vistalite-Kessel zum Schwingen und hielt seinen Drumtech beschäftigt: Während seiner Clinic verabschiedeten sich sowohl ein Bassdrumpedal als auch die Hi-Hat-Maschine und mussten bei laufendem Spielbetrieb repariert werden. Brian nahm die teschnischen Probleme gelassen und beendete seine Show mit einem Drumstick-Regen.

In der Sauna mit Jost Nickel

Der Hamburger Szenestar Jost Nickel war mit einigen Fill-Konzepten angereist und gab den Zuschauern interessante Ansätze mit. Über Umwege landete sein Vortrag auch bei peinlichen Nacktsauna-Begegnungen mit Schlagzeugerkollegen, deren Erinnerungen selbst einen Jost Nickel aus der Fassung bringen und über das eigene Fill-In stolpern lassen können.
Wer seine persönlichen Idole mit Fragen löchern oder einfach nur ein Selfie mit ihnen abstauben wollte, konnte das bei einer der Signing-Sessions tun, die nach den Shows stattfanden. Natürlich konnte man auch selbst spielerisch tätig werden: Der Schweizer Drumstickhersteller Agner veranstaltete einen Speedcontest, bei dem man seine Schlag-Geschwindigkeit am Übungspad austesten konnte. Die Gewinner konnten sich über Drumsticks oder von Paiste gestiftete Splashbecken freuen.

Hoher Trommler-Besuch aus den USA

Nach Jost Nickel war Cora C. Coleman. Die US-Amerikanerin war gerade frisch von einem Auftritt in Johannesburg gelandet und beantwortete Fragen zur Übungsroutine auf Tour und über welchen kreativen Spielraum eine TV-Schlagzeugerin verfügt. Zwischen Medleys bekannter Prince- und Beyoncé-Songs – für beide saß die Trommlerin aus Houston bereits hinter den Kesseln – verriet „Queen Cora" der versammelten Drum-Gemeinde den einzig richtigen Weg, um sich am Schlagzeug zu verbessern: Konsequentes Barfuß-Spielen.

Zum krönenden Abschluss betrat die Fusion-Legende die Bühne, auf deren Auftritt die meisten Besucher den ganzen Tag gewartet hatten: Dennis Chambers. Der Santana- und John-McLaughin-Trommler rundete den Abend mit einer vielseitigen und abwechslungsreichen Clinic ab und hinterließ die Teilnehmer mit einem Jucken in den Fingern, selbst die Drumsticks in die Hand zu nehmen.


www.drumfestivalswitzerland.com