Test Meinl Cajon Drumset: Backbeats mit Polster

Das klassische Schlagzeug hat gegenüber dem Cajon den klaren Vorteil, dass man alle vier Extremitäten zum Trommeln verwenden kann. Meinl hat diese Eigenschaft ganz einfach in die Percussion-Welt über­tragen. Herausgekommen ist das Cajon-Drumset.

Das Prinzip des Cajon-Drumsets ist schnell erklärt: Schlagzeuger, die für einen leisen Gig in Sachen Lautstärke abspecken müssen oder eine Akustik-Session bestreiten, müssen nichts an ihrer gewohnten Spielweise ändern. Den Job der wichtigsten Drumset-Komponenten – Bassdrum, Snare und Hi-Hat – übernehmen dabei verschiedene Percussion-Instrumente.

Sitzen auf der Percussion-Tasche

Das Cajon stellt als Bassdrum das Herzstück des Setups dar und dient gleichzeitig als Sitzgelegenheit. Für einen bassigen Sound verwendet Meinl das BC1LB, ein Cajon ohne Snaresound, das bisher nur in diesem Set erhältlich ist.
Keine Bassdrum ohne Fußmaschine: Per Klammer wird ein speziell entwickelter Schaumstoff-Beater frontal am Cajon angebracht. Über einen Kabelzug ist er mit dem Pedal verbunden, das sich frei positionieren lässt. Das schwarze Pedal macht mit seinen zwei Säulen einen recht stabilen Eindruck.
Die 13 Zoll große Hi-Hat der HCS-Einsteigerserie wird auf einer Hi-Hat-Maschine angebracht, die sich tiefer als gewöhnliche Stative einstellen lässt, um der geringeren Sitzhöhe auf dem Cajon zu entsprechen. Am Hi-Hat-Ständer wird außerdem die Cajon-Snare der Headliner-Serie angebracht. Um das Cajon herum wird eine Tasche für kleinere Instrumente gespannt, die zudem die Sitzfläche polstert. Darin lassen sich die im Lieferumfang enthaltenen Bambus-Rods und der Luis-Conte-Live-Shaker unterbringen.

 
 

KomponentenBC1LB-Cajon, Cajon-Pedal, Hi-Hat-Stativ, 13“ HCS-Hi-Hat, Headliner-Snare-Cajon, Bamboo Multi-Sticks, Luis Conte Live Shaker, Snare-Arm, Instrumententasche, Cajon-Tasche
HerkunftEuropa/Asien
VertriebMeinl Distribution
Kontaktwww.meinlpercussion.de
Preis (UVP)489 Euro

Tighte Cajon-Grooves

Der dicke Schaumstoff-Beater erzeugt auf der Schlagfläche des Cajons einen überraschend tiefen und warmen Ton – kein Vergleich zum hölzernen Klacken eines herkömmlichen Bassdrumschlägels auf der gleichen Oberfläche. Hierbei spielt es keine große Rolle, auf welcher Höhe er auf das Holz trifft. Die Fußmaschine lässt sich leichtgängig bedienen und lässt auch kompliziertere Bassdrum-Patterns zu. Hier sind sowohl Heel-Up- als auch Heel-Down-Techniken möglich.
Die Hi-Hat-Maschine funktioniert reibungslos und steht mit drei Beinen fest auf dem Boden. Von der HCS-Hi-Hat sollte man keine klanglichen Wunder erwarten. Das Einsteigerinstrument tut allerdings seinen Dienst und lässt sich bei Bedarf natürlich durch ein höherklassiges Modell ersetzen.

Den vollständigen und viele weitere spannende Artikel findet ihr in der DrumHeads!!-Ausgabe 4/17.