Equipment Neil Peart: Eine Burg aus Tönen (2007)

Neil Pearts Schlagzeug waren schon immer riesig. Und je bekannter Rush wurden, desto mehr Spezialanfertigun­gen lieferten ihm seine Ausrüster. Auch sein Drumset für die „Snakes & Arrows"-Tour 2007 ist gespickt mit außergewöhnlichen Custom-Instrumenten.

Einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag müsste man hinblättern, wollte man Neil Pearts Schlagzeug im Laden kaufen. Sein Drumkit glänzt in einer roten Lackierung. Jede Trommel trägt das Snakes-and-arrows-Symbol. Die Kesselhardware ist im Black-Nickel-Finish gehalten. Mög­licher­wei­se ist er der einzige weltbekannte Rock­drum­mer, der eine 23" große Bassdrum spielt. Neil mochte immer den Sound einer 24er-Bass. Auf der anderen Seite fuhr er auf das Spielgefühl einer beidseitig befellten 22-Zöller ab. Man beachte, dass Peart kein Loch im Resonanz­fell hat. Der Vorschlag zur 23" Bass­drum kam von DW-Mas­termind John Goode. Neil bervorzugt bei den kleinen Toms eine recht hohe Stimmung. DW erziett Neils Lieblingssound mit sechslagigen Verstär­kungs­­ringen und verschiedenen Win­keln der Gratungen je nach Größe der Toms. Die 13" und 15" großen Toms kommen mit dreilagigen Ver­stär­kungsringen aus. Bei den Toms von 8" bis 15" sowie bei zweien seiner Snares verwendet DW so genannte VLT-Kessel. Das sind Kessel, die durch die vertikale Anordnung der Maser­ung eine tiefere Klang­farbe besitzen.

 
 

Neil Pearts Becken-Serie

Mit Sabian kreierte Neil Peart 2003/2004 die Paragon-Serie, die er ausschließlich spielt. Es handelt sich um Becken aus B20-Bronze, bei denen Hämmerungsverfahren aus den Serien HH, HHX, AA und AAX zum Einsatz kommen, die je nach Beckentyp unterschiedlich mitei-­n­ander kombiniert werden. Jüngste Kreation ist das Diamondback Chinese, ein chinesisches Becken mit aufmontierten Tam­burinschellen.
Fand man in den 70er- und 80er-Jahren Kuhglocken, Templeblocks, Chimes oder sogar Röhrenglocken an Neil Pearts umfangreichen Doppelbass-Schlagzeugen, erzeugt er die melodischen Klänge heute mit einem MalletKat. Das ist ei­n elektronisches Stab­spielinstrument, bei dem die Gummispielflächen wie die Stäbe eines Marimbafons angeordnet sind. Zwei E-Pads hat Neil in seinem akustischen Set untergebracht, aber Peart steht auf noch mehr Elektronik. Hinter seinem Akustikset hat er ein komplettes „Satellitenkit“, wie er es selbst nennt, aufgebaut. Die Tom-, Snare- und Kick­pads sind dabei in DW-Kessel eingebaut, damit auch optisch alles perfekt zusammenpasst. Die V-Cymbals sind allerdings nicht lackiert.


Equipmentliste (2007)

DrumsDW
Collector’s 23" x 16" BD, 8" x 7", 10" x 7", 12" x 8", 13" x 9", 15" x 12" TT (VLT-Kessel), 15" x 13", 16" x 16",     18" x 18" FT, 14" x 6,5", 13" x 3,5" SD (VLT Kessel), 14" x 6,5" Edge SD
BeckenSabian
Paragon 13" & 14" Hi-Hat, 8" Splash, 10" Splash (2 x), 16" Crash (2 x), 18" & 20" Crash, 22" Ride, 19" Chinese, 20" Diamondback Chinese
FelleRemo
StöckePromark
747 Neil Peart Signature
PedaleDW 9000
E-Drums

Roland, MalletKat