Inner Pulse Trainer – Teil 4

Im vierten und letzten Teil behandelt Frank Mellies das stabile Tempo, auch „Timing“ genannt. 

Im ersten – theoretischen – Teil dieses Workshops hatten wir das Thema, dass Feeling und Timing eins sind beziehungsweise sich gegenseitig beeinflussen. Ich denke beim „Tempo halten“ ist dies am auffälligsten. Der Trick besteht darin, eben nicht auf das Tempo zu achten, sondern auf das Feeling.

Stabiles Feel = stabiles Tempo

Hast du die Aufgaben der letzten zwei Workshop Folgen bearbeitet? Indem du gelernt hast, wie sich die unterschiedlichen Subdivisions bei gleichem Tempo anfühlen (Subdivision-Trainer), und wie sich die unterschiedlichen Platzierungen auf den Rasterpunkten der Subdivisons anfühlen (Mikrotime-Trainer), hast du schon viel dafür getan, am Feel eines Rhythmus dranzubleiben. 

Einflüsse auf das Timing

- Bei Formteilwechseln oder Dynamiksprüngen im Verlauf des Songs. Zum Beispiel wenn nach verhaltener Strophe im Refrain plötzlich eine laute, verzerrte Gitarre reinkommt und du von geschlossener auf die offene Hi-Hat wechselst. Der gefürchtete Lauter-gleich-schneller-Effekt. Oder anders herum.
- Wenn du ein Fill-in spielst: Die rechte Hand fällt als Stütze aus, und du hängst plötzlich in der Luft.  
- Aufregung/Adrenalin. Zum Beispiel bei Live-Gigs. Meistens wird es dann schneller.
- Die anderen in deiner Band. Man kennt ja seine Pappenheimer: Es ist immer einer dabei, der stark anzieht oder bremst. In solchen Fällen hilft „spiel mal langsamer“ oder eben „spiel mal schneller“ gar nicht. Sprich mit deinen Bandkollegen darüber, welches Feel der Song haben soll. Versuch es zu beschreiben, nenn  Beispiele, Metaphern. Und vor allem: Sei nicht beleidigt, wenn jemand dein Timing thematisiert. Bemühe dich, es besser zu machen. Außerdem ist es normal, dass jeder in der Band eine andere Vorstellung hat. Da hilft nur: sprechen, ausprobieren, spielen, wieder sprechen.  


Stichwort Adrenalin: Wenn es gut läuft, macht es total Spaß. und die Begeisterung steigt in dir auf. Die willst du ja auch nach außen transportieren. Andererseits musst du die Kontrolle behalten, damit der Gig nicht in die Hose geht. Den souveränen Umgang mit diesem Spannungsfeld zwischen den Gegensätzen von „Hingabe“ und „Kontrolle“ ist eine Schlüsselkompetenz bei …

Den vollständigen Artikel und viele andere Themen rund ums Schlagzeug findet ihr in der DrumHeads!!-Ausgabe 2/2017.