Test Millenium MPS-750 E-Drum Mesh Set

Millenium steht für preisgünstige Alternativen zu großen Marken. Mit dem MPS-750 geht die Eigenmarke des Musikhauses Thomann einen Schritt in Richtung professioneller E-Drum-Sets.

In der Vorweihnachtszeit freut man sich normalerweise, wenn man viele Päckchen erhält. Weiß man jedoch, dass man die sage und schreibe 15 Pakete, die einem aus dem für ein vollwertiges E-Drumset überraschend kompakten Karton entgegenblicken, selbst zu einem großen Ganzen zusammensetzen muss, erfährt die Euphorie einen leichten Dämpfer. Glücklicherweise sind die Einzelpakete ausreichend beschriftet, und der Bauplan findet sich wie vermutet im „Components“-Karton.

Elf Trigger-Eingänge

Schon beim Auspacken fällt das professionelle Design der Becken- und Meshhead-Pads auf, wie man es normalerweise bei Roland oder Yamaha vorfindet. Die aus Plastik gefertigten Gewinde des Schlagzeug-Racks machen einen weniger wertigen ersten Eindruck, sind aber durch den sehr niedrigen Preis des Drumsets gerechtfertigt und halten auch bei härteren Probe-Sessions über längere Zeit dicht.
Der Aufbau gestaltet sich dank Anleitung simpel. Lediglich die Montage der beiden Crash-Pads gibt dem Monteur vorerst Rätsel auf. Sie werden nämlich nicht wie in der Anleitung beschrieben per Klammer an der waagerechten Rack-Stange befestigt. Vielmehr steckt man sie in die senkrechten Stativrohre und zieht sie mit den beiliegenden Klammern fest. Als dieses Problem gelöst und die einzelnen Pads verkabelt sind, kann es losgehen.

Vielfältiges E-Drum-Modul

Das gleichnamige Drum-Modul des MPS-750 bietet neun Standard- sowie zwei zusätzliche Trigger-Eingänge, wobei einer der beiden bereits durch das zweite Crashbecken belegt wird. 465 Sounds von Rock bis Elektro und je 20 Pre- und Userkits bieten eine ansehnliche Spielwiese zum Experimentieren. Mit sechs Fadern lassen sich sowohl die Lautstärke der einzelnen Pads als auch Effekte kontrollieren. Außerdem lässt sich der 4-Band-Equalizer einfach über die Regler steuern.
Per Dreh-Regler lassen sich die verschiedenen Sets und Sounds auswählen sowie andere Funktionen wie das Metronom einstellen. Das beleuchtete Display zeigt übersichtlich den ausgewählten Parameter an. Neben den beiden Stereo-Line-Ausgängen ist ein Kopfhörer-Ausgang vorhanden. Außerdem können per Line-In Playalongs von einem externen Gerät abgespielt werden. Für Hobby-Produzenten dürfte der USB-Port interessant sein. Durch ihn lässt sich per MIDI-Schnittstelle ein Computer mit dem MPS-750 verbinden. 

 
 

Klare Zonentrennung der E-Drum-Pads

Die Trommel-Pads mit je zwei Spielzonen lassen sich sehr geräuscharm bespielen. Der Pegel des Bassdrumpads sowie der Zwei-Zonen-Chrash- und des Drei-Zonen-Ride-Pads ist etwas höher, geht aber noch als Zimmerlautstärke durch. Zur Erzeugung eines Sounds bedarf es einer nicht allzu hohen Grundschlagstärke, ab dieser sprechen die Trigger jedoch zuverlässig an. Die verschiedenen Zonen sind klar unterteilt und übersprechen nicht. Auch die Abstopp-Funktion der Becken mit der Hand gehorcht einwandfrei. Die vorinstallierten Sounds können nicht unbedingt mit denen der großen Marken mithalten, tun aber ihren Dienst für das heimische Üben. Wer das MPS-750 zum Aufnehmen eigener Songs nutzt, kann außerdem auf die Sound-Datenbank seines Computers zurückgreifen.


Millenium MPS-750 E-Drum Mesh Set Kompakt

Pads4 x Meshhead-Pads, 1 x Hi-Hat, 1 x Hi-Hat-Control, 2 x Crash, 1 x Ride, 1 x Bassdrum
Triggereingängeelf
Ausgänge2 x Line-Out, 1 x Headphones, 1 x USB-Port
VertriebThomann
Kontaktwww.thomann.de
Preis (UVP)498 Euro