Workshop: Open-Handed Groove

In diesem Workshop nimmt Marcel Bach Inhalte seiner DVD „Rhythmic Diversity“ genauer unter die Lupe. Bis ins Detail erklärt er euch einen interessanten Open-Handed Groove aus seinem Drumsolo  „Generator“.    

Willkommen zu meinem Workshop! Diesmal geht es im Grunde nur um einen einzigen Groove, der allerdings so viele verschiedenen Ebenen enthält, dass er locker einen ganzen Workshop füllt. Da er zu meinen absoluten Lieblingsgrooves gehört, soll ihm nun auch ein Teil in dieser Workshopreihe gebühren.

Beat für Beat hinzufügen

Los geht’s mit einem Doppelparadiddle, den wir mit links auf der Hi-Hat starten. Hierfür nutzen wir folgenden Handsatz: LRLRLL RLRLRR (Hörbeispiel 1). Spielt zunächst ohne Akzente, um euch an den Ablauf des Stickings zu gewöhnen. In Hörbeispiel 2  fügen wir einen fetten Backbeat hinzu und spielen alle weiteren Noten auf der Snare als Ghostnotes.

Wir brauchen Bass

Im nächsten Schritt fügen wir einen Bassdrum-Schlag auf den Zählzeiten 1 & 3 ein (Hörbeispiel 3). Jetzt haben wir ein solides Groovegerüst, das auch schon in dieser einfachen Form sehr gut funktioniert. Im Hörbeispiel 4 verlegen wir die jeweils letzte Ghostnote des 2. und 4. Notenpakets auf die Hi-Hat, um dem Groove ein wenig „Afro-Cuban-Style“ einzuhauchen. Für den nötigen „Druck“ sorgt die Bassdrum, die wir nun zu jedem Hi-Hat-Schlag hinzufügen.


Autoreninfo Marcel Bach

Marcel Bach studierte Musik am Conservatorium Enschede und ist als professioneller Schlagzeuger und Schlagzeuglehrer tätig. Er ist Autor der Lehrbücher „Schlagzeug Training” und „Schlagzeug-Play-Alongs”, Drummer der Post-Rock Band Suntrigger und als Solo-Schlagzeuger auf Drumfestivals und Musikmessen in ganz Deutschland unterwegs. Marcel ist Preisträger des Deutschen Rock und Pop Preises in den Kategorien „Bester Schlagzeuger” (2008 und 2018) und „Bester Instrumental-Solist” (2012 und 2015). Seine aktuelle DVD „Rhythmic Diversity” ist kürzlich beim Verlag Timezone erschienen und in allen Onlinestores oder über seine Website erhältlich.


Tom-Tom-Melodie

Die Open-Handed Spielweise gibt uns die Freiheit, uneingeschränkt die Toms zu erreichen. Im Hörbeispiel 5 verlegen wir einige Snareschläge auf die Toms. Wichtig ist, dass ihr die Toms mit einer Extraportion Power spielt, damit die Tom-Melodie im Groovegeflecht optimal zur Geltung kommt. Insgesamt haben wir nun drei rhythmische Ebenen:

1. Hi-Hat & Bassdrum

2. Snare

3. Tom-Melodie

So könnte der Eindruck entstehen, hier wäre nicht nur ein Drummer, sondern ein ganzes Schlagzeugensemble zu hören.

Die vierte Ebene

Für alle, die noch eine weitere rhythmische Ebene hinzufügen möchten, gibt es in Hörbeispiel 6 den Groove noch mit zusätzlichen Hi-Hat Openings. Auf meiner Webseite findet ihr das Video „generator“, indem der Groove dieser Workshop-Folge zur Anwendung kommt.

Viel Spaß und Erfolg wünscht euch